Vier Niederlagen in Folge sind zu viel / In Braunschweig wird es auch nicht einfacher werden

Von Klaus Schaare

Nordstemmen – Für die KKS Nordstemmen waren der 26. und 27. Oktober 2019 zwei rabenschwarze Tage in der 1. Bundesliga Luftgewehr. Es war das zweite Wettkampf-Wochenende, an dem die Wiederaufsteiger sich mit dem Ligameister SSG Kevelaer und Schlusslicht SG Mengshausen messen mussten. Und wieder konnten die sich bietenden Chancen nicht genutzt werden.

Gegen den haushohen Favoriten SSG Kevelaer hatten sich die Nordstemmer eigentlich kaum etwas ausgerechnet. Doch es lief besser als gedacht. Nadine Gudert auf Startplatz 1 konnte ihre Gegnerin Anna Janßen mit 397:396 bezwingen. Beide hatten in einem hochklassigen Duell nach zwanzig Wertungsschüssen (200) noch keinen Fußbreit Boden hergegeben. Gudert legte in dem 40-Schuss-Programm noch 99 und 98 nach, Janßen verlor das Match dann letztendlich mit zweimal 98. Nachdem auch Ayleen Heuft auf Position drei gegen Alexander Thomas mit 392:389 gewonnen hatte, witterte man sogar wieder etwas Morgenluft. Ein einziger Punkt zum Sieg musste doch wohl möglich sein. War es aber nicht. Stine Andersen unterlag Marco Suppini deutlich mit 391:397, Dana Klingebiel hatte mit 384:399 nicht den Hauch einer Chance gegen Jana Erstfeld, und auch Ann-Katrin Näther, jetzt auf Startplatz fünf schießend, musste sich Franca Janßen mit 389:392 geschlagen geben. Das wars dann mal wieder. Nordstemmen hatte mit 2:3 verloren.

Das Kellerduell gegen die SG Mengshausen endete in einem Desaster. Freundlicher lässt sich das wohl nicht umschreiben. Dabei sah Nordstemmen anfangs wie der sichere Sieger aus. Zeitweise wurde der KKS bei den Hochrechnungen auf den großen Zuschauerleinwänden sogar ein 4:1-Sieg prognostiziert. Pustekuchen. Nadine Gudert, die mit einer 99er-Serie in das Rennen gegen Jaqueline Becker eingestiegen war, konnte dieses hohe Niveau diesmal nicht halten und verlor mit 391:394. Stine Andersen hatte großes Glück auf Position zwei mit einer schwachen Gegnerin. Ihr Match gegen Laura Schulz endete mit 387:380. Leichtes Spiel hatte auch Ayleen Heuft auf Startplatz drei mit Janina Kister, die sie souverän mit 396:383 bezwingen konnte. Das war dann auch ihr zweiter Sieg an diesem Wochenende für ihre Mannschaft. Und wieder fehlte der KKS dieser wichtige eine Punkt zum Mannschaftssieg – ein Déjà-vu-Erlebnis für die Nordstemmer, die derzeit schießen, als wenn sie Hemmschuhe an den Füßen tragen. Der Siegpunkt hätte jetzt unbedingt von den Positionen vier oder fünf kommen müssen. Da standen mit Daniela Schäfer und Tobias Göbel nun wirklich keine unüberwindbaren Gegner vor den Scheiben. Aber auch das geriet zu einer Enttäuschung. Lea Schäfer vergab mit 379:381 und Ann-Katrin Näther mit 385:387. Die KKS hat diesmal nicht nur ein Match, sondern auch an Ansehen verloren.

Im Ranking stehen die Nordstemmer jetzt auf Platz elf, einem direkten Abstiegsplatz. Ob sie sich aus diesem Sumpf am eigenen Zopf herausziehen können, bleibt abzuwarten. In zwei Wochen warten mit dem neuen Tabellenführer SV Petersberg und der SB Freiheit bereits schon wieder zwei hochkarätige Mannschaften auf die KKS. Es gibt keine leichten Gegner in der 1. Bundesliga.

Die weiteren Begegnungen in Wietze: SV Mengshausen – SV Petersberg 0:5, SV Wieckenberg – TuS Hilgert 4:1, TuS Hilgert – SV Petersberg 1:4, SV Wieckenberg – SSG Kevelaer 3:2. In Paderborn schossen: Wissener SV – Braunschweiger SG 2:3, SV Gölzau – SB Freiheit 1:4, St. Hubertus Elsen – BSV Buer-Bülse 3:2, BSV Buer-Bülse – Wissener SV 2:3, Braunschweiger SG – SV Gölzau 3:2, St. Hubertus Elsen – SB Freiheit 3:2.

Ein Lichtblick: Nadine Gudert bezwang In einem Spitzenduell Anna Janßen von der Kevelaer mit 397:396 Ringen.

Kommentar verfassen. Einloggen ist nur beim ersten mal nötig.